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Dos-Lacour Hintergrund

Quer durch Haiti verläuft der Fluss Artibonite. Seit den 50er Jahren wird der Fluss auf der Höhe von Péligre gestaut und ein Wasser- kraftwerk betrieben. Dort werden 25% der Elektrizität von Haiti gewonnen.

Da der Stausee die fruchtbaren Flussufer überschwemmt hat, mussten viele Bauern in die Berge fliehen. Einige Familien haben sich auf einem Plateau angesiedelt, das sie "Dos Lacour" - "Hinterhof" nannten.

Dos Lacour liegt tief in den Bergen, weitab von befahrbaren Straßen. Es ist für Hilfsorganisationen quasi unerreichbar. Hier leben arme Bauern, aber doch gute Menschen. Sie haben mit den Folgen der Zerstörung ihres Landes zu kämpfen: kaum trinkbares Wasser, wenig Nahrung und ein marodes Ökosystem.

Wir wollen ihnen helfen, eine funktionierende Existenz aufzubauen, angefangen mit einer Grundschule.


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Leben in Dos-Lacour


Die Menschen von Dos-Lacour leben hauptsächlich von der Landwirtschaft. Sie ernten Mais, Zuckerrohr, Avocados, Yamswurzeln, Maniok und Brotfruchtbäume. Außerdem stellen sie Stühle und Seile aus natürlichen Materialien her und versuchen sie auf dem Markt zu verkaufen. Die Männer bestellen die Felder und kümmern sich um die Tiere, während die Frauen den Haushalt regeln. Sie holen Wasser, kochen, waschen und gehen zum Markt


Das Schulsystem


In den meisten Dörfern Haitis gibt es allenfalls eine Grundschule mit Klassenstufen eins bis sechs. Nach der sechsten Klasse ist eine staatlich anerkannte Abschlussprüfung vorgesehen. Diese Abschlussprüfung ist die Voraussetzung dafür, dass weiterführende Schulen besucht werden können.

Um den Stausee herum gibt es kaum Schulen. Besonders benachteiligt sind die Gebiete, die in den Bergen liegen, wie Dos Lacour und Roche Mulâtre.

Wir möchten uns dafür einsetzen, dass in Dos Lacour eine Grundschule betrieben wird. Davon würden auch angrenzende Gebiete wie Roche Mulâtre profitieren. Abgesehen vom gesellschaftlichen Wert, könnte so über 50 Kindern ein Grundschulabschluss ermöglicht werden.